Arten internationaler Steuern – Teil 2

Nachdem zuvor die verschiedenen Arten der internationalen Steuern ausführlich dargestellt wurden sollen nun konkrete Szenarien vorgestellt werden, in denen solche Steuern anfallen können. Diese Beispiele dienen dabei der Illustration des Sachverhalts und ermöglichen ein tiefergehendes Verständnis der Materie.

Wie bereits erwähnt kann generell zwischen internationalen Steuern die Privatpersonen und die Unternehmen betreffen unterschieden werden. Ein konkreter Fall ergibt sich dann, wenn eine dieser beiden Entitäten in mehr als einem Land wirtschaftlich tätig ist und etwa Gehalt bezieht oder Waren und Dienstleistungen am Markt anbietet und damit Umsatz erzielt.

Dies ist im Falle einer Privatperson etwa dann der Fall, wenn sie ihren ständigen Wohnsitz zwar in Deutschland hat, jedoch in einem anderen Land als diesem einem Beruf nachgeht. Es kommt nun zu der paradoxen Situation, dass gleich zwei Staaten steuerliche Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber erheben. Grundsätzlich wäre er daher verpflichtet, beide Ansprüche zu erfüllen, was in einer doppelten Steuerzahlung resultieren würde. Eine solche hätte aber schwere finanzielle Folgen für den Betroffenen und Staaten streben an, diese Nachteile zu vermeiden, um die internationale Tätigkeit ihrer Mitbürger nicht zu stark einzuschränken. Hierzu haben viele Länder Abkommen geschlossen, wie im Falle einer doppelten Besteuerung zu verfahren ist. Zumeist werden dabei die Ansprüche miteinander verrechnet oder aber von einem Staat komplett fallen gelassen.

Ähnlich sieht es auch mit der Besteuerung von Firmen durch internationale Steuern aus. Auch hier kann es durch die Tätigkeit in mehreren Ländern zu der oben geschilderten Situation kommen, dass sich konkurrierende steuerliche Ansprüche von zwei oder mehr Ländern ergeben. Auch im Falle der Unternehmen gibt es dabei staatliche Abkommen, die einen solchen Fall ganz genau regeln, um den Betroffenen eine gewisse Rechtssicherheit zu verschaffen. Wie auch bei Einzelpersonen haben Staaten also Abkommen, mit denen sie entweder auf eine Besteuerung verzichten, wenn das Geld aus Aktivitäten im Ausland stammt, oder aber die Ansprüche werden verrechnet.